Thailand 3: Koh Phangan, Koh Tao und der Weg nach Hause

Über Bangkok bin ich dann spät abends auf Koh Samui mit dem Flieger angekommen und ich hatte mich schon vorher schlau gemacht, welche Hotels direkt am Pier für das Boot nach Koh Phangan liegen. Ich habe da auch ein ganz nettes günstiges gefunden und dort war sogar live Musik am Abend mit anschließender Karaoke Session. So glorreich war das allerdings nicht, aber alle hatten viel Spaß. Ich habe danach noch ein WM Spiel geschaut in einer der unzähligen Bars, die größtenteils doch recht leer waren, Nebensaison halt. Das erste Spiel fing immer um 23 Uhr an, das zweite um 2 Uhr Ortszeit.
Am nächsten Morgen bin ich gleich weiter mit der Fähre nach Koh Phangan gefahren, wo ich eine Nacht bleiben wollte. Ich war vor 12 Jahren schon mal dort auf der berühmten Full-Moon Party und ich wollte zumindest mal den Strand nochmal am Tag sehen und der war wirklich sensationell. Full-Moon-Party war glücklicherweise nicht, aber trotzdem gab es für die übrig gebliebenen Partygäste günstig Alkohol-Buckets zu kaufen! Ich habe dankend abgelehnt und habe mir am Abend mit anderen deutschen Fussballfans (+ einem portugiesischen Pärchen was extrem gelitten hat und sich über Pepe und Ronaldo aufgeregt hat) das sensationelle 4:0 der Deutschen gegen Portugal geschaut und sogar mit deutschen Kommentar bzw. ARD-Stream und bei den Sprüchen von Scholl kamen dann doch wirklich Heimatgefühle auf. 20140803-214941-78581487.jpg

20140803-215004-78604497.jpgAm nächsten Morgen bin ich mit der Fähre zu meinem eigentlichen Ziel Koh Tao gefahren. Die Fähre brauchte ca. 1 1/2 Stunden und ein kleines Boot hat mich vom Pier zur Sai Naan Bucht gebracht, wo ich die nächsten 6 Tage verbracht habe. Ich hatte dort eine kleine Holzhütte mit Hängematte und Meerblick und es war extrem relaxen angesagt. Der perfekte Ort für meine letzte Woche Weltreise, ich konnte alles nochmal Revue passieren lassen, und mich extrem entspannen. Der Strand der Bucht war einfach nur wunderschön und das Korallenriff fing bereits nach 5 Metern im Wasser an, was natürlich zum Schnorcheln einlud. Auch war das Restaurant der kleinen familiären Anlage sehr gut, also kein Grund in die Stadt zu fahren während meiner Relaxing-Woche. Ein echtes Paradies, wenn man keinen großartigen Luxus wie Klimaanlage usw. braucht. Geweckt wurde ich morgens immer von einem überdimensionalen Gekko (das war wirklich fast ein Krokodil) der wahrscheinlich auf/in der Hütte wohnt, wenn keine Gäste da sind. Irgendwas ist ja immer 😉 Naja nichts gegen den Varan an einem Tag am Restaurant vorbei lief. Habe ich leider nur von hinten fotografiert.

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20140803-215342-78822557.jpgZum Thema so klein ist die Welt: am vorletzten Tag bin ich zum Schnorcheln gegangen und im Wasser saß ein Pärchen, die mich verdutzt anschauten und mir folgende Frage stellten: „sag mal Du arbeitest doch bei L’Oreal in Düsseldorf“……… Ich habe die beiden nicht gleich erkannt, aber nach einer doch etwas längeren Nachdenkphase (naja es kommen halt viele neue Eindrücke ins Gehirn auf so einer Reise und andere verschwinden aufgrund von Kapazitätsengpässen 😃) habe ich die beiden auch erkannt.

Zum Deutschland-Ghana Spiel bin ich dann mit meinem gemieteten Roller an den Sairee Beach gefahren, wo es sehr viele Bars, Restaurants und unzählige Tauchschulen gibt. Hier habe ich dann auch die letzten beiden Tage verbracht, hatte ein Zimmer direkt am Strand und noch einen Schnorchel-Turn gebucht, bei dem es wieder Haie und jede Menge andere Fische zu sehen gab. Der kilometerlange sehr schöne Sairee Beach war ideal zum Schlendern und das musste ich ja noch ausnutzen an meinen letzten Tagen. Koh Tao war einfach perfekt für das Ende meiner Reise.

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20140803-215546-78946865.jpgTja und dann war der Tag meiner Abreise gekommen. Nach 183 Tagen unterwegs habe ich mich auf den Weg nach Hause gemacht und mein erstes Ziel war dann wieder Koh Samui, von wo aus am nächsten Morgen mein Flug nach Bangkok ging. Über Hong Kong und London bin ich am nächsten Morgen nach einer 24 Stunden Reise um 10 Uhr wieder in Düsseldorf angekommen und ich habe mich natürlich auf das Wiedersehen mit Yvonne gefreut, die mich mich dann nach 6 Monaten am Flughafen abgeholt hat. Auf dem Weg Richtung Ausgang kamen dann meine alten Freunde aus Bremen auf mich zugestürmt, die sich extra Urlaub genommen haben und für mich angereist sind. Was für eine Überraschung und ich war im Glück. Wieder zuhause!!!

20140803-215635-78995923.jpg4.500 Besucher hatte ich bislang auf diesem Blog und da hat es natürlich extrem viel Spaß hier immer wieder so ausführlich zu schreiben und so wart ihr alle zumindest ein bisschen dabei während der letzten 6 Monate. Für mich ist dieser Blog natürlich eine unglaublich tolle Erinnerung an die ganzen Erlebnisse auf meiner Reise. Wahrscheinlich weiß ich das noch mehr zu schätzen, wenn ich dann 40 geworden bin (40 ist dann das neue 50😉).

Mein Weltreisen Motto „Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl der Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.“ habe zusätzlich neben diesem Blog auf zwei 100x140cm Leinwänden verewigt, die jetzt in unserem Esszimmer hängen. Über 200 Fotos von Yvonne, mir und anderen an all diesen tollen Orten, die einem wirklich den Atem geraubt haben. Und wenn ich mir die beiden Leinwände anschaue, bin ich sofort wieder unterwegs und kann alles noch mal neu erleben.

20140803-215714-79034064.jpgJemand fragte mich auf meiner Reise: „sag mal Jan, was liest Du eigentlich für ein Buch auf Deiner Reise.“ Und beantwortete sich die Frage nach wenigen Sekunden selbst: „naja keins natürlich, Du schreibst ja Dein eigenes Buch“ und zumindest das Kapitel Weltreise ist jetzt geschrieben, aber es folgen noch so viele andere und darum heißt es auch dieses Mal:

So long
Jan

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Myanmar: Shwedagon Pagode, Inle Lake und die Tempel von Bagan

Gleich am nächsten Morgen um 7 Uhr bin ich direkt in die Hauptstadt von Myanmar, Yangon, geflogen. Der Flug hat wie immer super geklappt und um 8 Uhr saß ich bereits im Taxi in die City von Yangon. Ich war bereits durch diverse Berichte im Internet vorgewarnt, dass in Myanmar das teuerste die Guesthäuser oder Hotels sind. Naja, ich habe für mein Nr.3 Hotel bei Tripadvisor 35 € die Nacht bezahlt, also schon erheblich teurer als andere asiatische Länder, aber noch im Rahmen. Das Zimmer war allerdings schon ziemlich einfach, aber die Aircon funktionierte und ich war mitten im Stadtzentrum, direkt an der Gole Pagode, die ich auch besucht habe und wo ich für meine Familie und Yvonne jeweils Blattgold angebracht habe. Soll Gesundheit und Glück bringen…….. 20140630-085427-32067071.jpg20140630-085451-32091136.jpg

20140630-085508-32108833.jpg Ich wusste schon vorher, dass in Myanmar die Regenzeit begonnen hat, aber ehrlich gesagt hatte ich nicht mit überfluteten Straßen gerechnet. Bei uns wären die einen Bericht in der Tagesschau wert gewesen, aber für die Burmesen geht der Alltag einfach weiter. Das ist übrigens auch das schönste an Myanmar, die Freundlichkeit der Menschen. Das hatte ich bislang nur in Kalimantan, Indonesien so erlebt. Es tragen übrigens alle ausnahmslos Flip-Flops, kein Wunder bei diesen Temperaturen und Regenfällen. In Deutschland hätten wohl alle Gummistiefel an….dann lieber Flip-Flops, hatte ich ja eh jeden Tag auf meiner Süd-Ost Asien-Reisean. Nicht nur, dass ich der einzige Blonde dort war, sondern ich war auch der einzige Tourist weit und breit in der Stadt!!! Naja, später in der Shwedagon Pagode sollte sich das dann noch ändern, da waren dann doch noch 5-10 Touristen, sowas hatte ich auf meiner ganzen Reise noch nicht erlebt. Highlight auch die Telefonzelle alla Burma…ein Tisch mit einem Festnetztelefon, wo die Leute dann telefonieren können und dann bei der Telefonfrau wird dann bezahlt. Es kann alles so einfach sein!😉

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20140630-085735-32255759.jpg In Myanmar gab es 3 richtige Highlights zu sehen und mein Favorit in Yangon war die Shwedagon Pagode in Yangon. Gelegen auf einem Berg geht man erstmal durch einen sehr beeindruckenden Gang nach oben vorbei an jeder Menge Gemälde. Schuhe müssen hier natürlich ausgezogen werden und alles ist wirklich extrem sauber und später habe ich auch noch den Grund dafür gesehen, eine 35 Personen-starke Putztruppe die die Pagode sauber hält.

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20140630-090543-32743359.jpg Die Besucher der Pagode inkl. mir kreisen um die Pagode herum und schauen sich die unzähligen kleinen Tempeln mit verschiedenen Buddha Staturen an. Ich bin da wirklich stundenlang rumgelaufen und irgendwann ging die Sonne unter und die Stimmung wurde noch eindrucksvoller. Wirklich ein sensationeller magical Ort zum in sich kehren und ein echtes Highlight meiner gesamten Weltreise.

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20140630-091112-33072600.jpg Nachdem ich aus der Pagode kam, bin ich noch was essen gegangen an der Straße und habe einer älteren Dame fast einen Herzinfarkt beschert, durch mein Erscheinen an ihrem Stand. Das war schon ziemlich heftig, aber Ihre Reispfannkuchen waren mein bestes burmesisches Essen und wirklich sehr lecker.
Inlandsflüge kann man nicht im Internet kaufen, sondern nur über Travelagents. Mein Hotel war mir sehr behilflich und so habe ich auf die 16 Stunden Busfahrt zum Inle Lake verzichtet und bin mit Yangon Airways nach Heho geflogen, was 15 km von Nyauungshe, dem Ort von wo die Touren starten, entfernt liegt. Der Flug mit der Propellermaschine lief auch problemlos und nach einem kurzen Schnack mit einem sehr netten älteren deutschen Ehepaar, die in eine geplante Tour mit Guide durch Myanmar machten, ging es ab in mein Hotel, was ich mir vorab ausgesucht hatte. 30€ war dann auch ok.

20140630-095952-35992339.jpg Nyauungshe ist ziemlich unspektakulär und lebt von den Touristen, die sich die Attraktionen auf dem See anschauen wollen. Es gibt jede Menge Restaurants und die ich ausgesucht hatte waren auch wirklich sehr gut. Man sieht überall junge Mönche und die Burmesen sind doch mit ziemlich merkwürdigen Fahrzeugen unterwegs…..

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20140630-091248-33168638.jpg Für den nächsten Morgen hatte ich mir ein Boot inkl. Bootsführer für 15$/ganzen Tag gechartert, der mich zu den wichtigsten Plätzen auf dem wunderschönen Inle Lake gebracht hat. Der Inle Lake ist bekannt für seine Einbeinruderer und den kleinen Dörfern mitten auf dem See. Also ging es um 7Uhr morgens los mit meinem Bootsführer und gleichzeitig Guide, der aber nicht wirklich gut Englisch sprechen konnte, reichte aber für eine Einweisung und die jeweiligen Attraktionserklärungen. Nach einer 15-minutigen Fahrt zum See haben wir als erstes die Fischer gesehen, die ich auf jeden Fall sehen wollte. Traditionell mit einem großen kegelförmigen Netz ausgestattet, tanzten sie mit geschmeidigen Bewegungen auf ihrem Boot herum und lenken das Boot locker mit einem Bein.

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20140630-091609-33369871.jpg Dann ging es zu einer Pagode auf dem Wasser, wo auch ein kleiner Markt stattfand. Als wir angelegt hatten, wurde ich schon von einer Großfamilie ins Visier genommen, mit denen ich während meiner Zeit in der Pagode jeweils einzeln Fotos machen musste. Tja und am Ende habe ich dann auch noch um ein Foto gebeten mit der gesamten Gruppe. Die Pagode war sonst nicht ganz so spannend, naja ich war natürlich verwöhnt durch die Shwedagon Pagode in Yangon. Die nächsten Stationen waren einige Verkaufsstellen von allem, was hier auf dem See so hergestellt wird. Stoffe, kleine Handarbeiten, Messer, Zigarren usw. Alles nicht ganz so aufregend. Toll fand ich allerdings die Tomatenfarm mitten auf dem See. Ich bin dann am Abend zu einem Inder gegangen und dort gab es genau diese Tomaten vom See und die waren unglaublich lecker, hatte mir ein kanadisches Pärchen empfohlen mit denen ich mich nett unterhalten habe, auch Traveller.

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20140630-092002-33602843.jpg 2tes Highlight am Inle Lake neben den Fischern war die Pagode am Berg oberhalb des Sees, zu der ich doch einige Meter den Berg rauf musste. Oben erwarteten mich dafür unglaublich viele kleine Pagoden, die von Buddhisten dort gespendet worden waren, unter ihnen auch ein deutsches Ehepaar aus Freiburg, die sich dort durch ihre eigene kleine Pagode verewigt haben. Dieser Ort war sehr schön und eine nette Abwechslung zu den Attraktionen auf dem See. Als ich in den Tempel reinkam, haben dort alle gegessen und ich wurde sehr freundlich begrüßt. Ach die Burmesen sind wirklich ein unglaublich herzliches Volk.

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20140630-092319-33799736.jpg Zum Abschluss hat es dann nochmal richtig geschüttet und gegen Nachmittag bin ich wieder im Hotel angekommen, abends zum Inder und die Tomaten vom See gegessen und am nächsten Morgen ging es für mich weiter mit dem Bus nach Bagan. War richtig toll am Inle Lake und ich komme bestimmt mal wieder.

Im Bus war ich natürlich auch der einzige nicht Burmese und wurde mit Germany angesprochen, wenn es in eine Pause ging usw. Die 8-stündige Busfahrt war recht entspannt und man bekommt viel von Land und Leuten mit und mehr als in den Städten und Touristenzentren sieht man hier, dass das Land noch ziemlich viel Nachholbedarf hat. Bin mal gespannt wie das hier in 20 Jahren aussieht. Da waren die anderen SO-Asien Länder viel weiter und besonders mit Müll können die Burmesen noch nicht so richtig umgehen, der wurde einfach aus dem Busfenster geworfen und liegt dadurch am Straßenrand rum. Auf der anderen Seite fahren Schulkinder per Anhalter auf Pick-ups zur Schule, hier ist halt die Welt noch in Ordnung und die Menschen achten gegenseitig auf sich.
In Bagan angekommen wurde wieder von einer Taxi-Meute empfangen, die sich stritten wer mich denn nun zum Hotel bringen darf. Naja einer hat dann den Streit gewonnen und den Weg gefunden. Ich war natürlich gespannt auf die Pagodenfelder und habe mir gleich ein E-Bike gemietet, damit ich den Resttag noch nutzen kann. Und was ich da gesehen habe war einfach nur sensationell. Im Gegensatz zu Angkor Wat waren hier natürlich viel weniger Touristen an den Tempeln und größtenteils hatte ich die Tempel für mich allein. Die Stimmung auf den Tempeln war einfach nur super und der Ausblick auf die Felder mit hunderten Tempeln und Pagoden war ein absolutes Highlight meiner Weltreise vergleichbar mit Angkor Wat und Machu Picchu in Peru zu Beginn meiner Reise.

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20140630-094535-35135085.jpg Von Innen waren die Tempel wegen der tollen Buddha Figuren und vor allem wegen den Wandmalereien aus dem 11-13ten Jahrhundert ein Highlight. Die Malereien sind noch sehr gut erhalten und die ältesten noch erhaltenen in Süd-Ost-Asien.

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20140630-094936-35376339.jpg Ich habe an diesem wunderbaren Ort 2 tolle Tage verbracht mit vielen Eindrücken und Erinnerungen. Dann ging es mit dem Bus nach Mandalay 150km in 6 Stunden, ein einziger Schottenweg mit unendlich vielen Achlaglöchern, hat mich an meine Busfahrt in Bolivien zum Salzsee erinnert, die war genauso. Alles super gelaufen und ich wollte mir eigentlich in Mandalay noch ein bisschen was anschauen, aber der Monsum hatte nun richtig zugeschlagen und es regnete wie aus Eimern. Also noch ein Grund mehr in je paar Jahren wieder zu kommen. Bin wirklich gespannt wie sich das hier verändern wird, hoffentlich sind die Menschen noch immer so freundlich und glücklich.

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20140630-095026-35426699.jpg Für mich ging es dann zu meiner letzten Station der Weltreise auf eine Insel in Thailand, dazu gleich mehr.

So long
Jan

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Laos: die Fahrt auf dem Mekong und das relaxte Luang Prabang

Morgens sind wir in unserem Guesthouse in Chiang Rai mit einem ziemlich komfortablen Minibus für eine 1 1/2 stündige Fahrt zur laotischen Grenze abgeholt worden. Für Laos gibt es ein 30$ Visa on Arrival, also wieder alles sehr unkompliziert. Tja als Deutscher ist man da schon im Vorteil gegenüber anderen Nationen. Die Amerikaner zahlen überall das Doppelte. Meistens kann man ohne vorheriges Visum einreisen, naja bis auf China natürlich😉. Wir waren doch nach all den Aktivitäten der letzten Tage ein bisschen kaputt, und da wir ja von der schnellen Sorte sind😉 haben wir uns spontan entschieden nicht das Slowboot (2 Tage, jeweils 6 Stunden Fahrt), sondern das Speedboot zu nehmen, welches den Weg nach Luang Prabang auf dem Mekong in 6 Stunden schafft. Naja wenn mich heute jemand fragen würde, dann würden wir auf jeden Fall von dem Speedboot abraten, aber eine Erfahrung war das auch mal wieder. Die bergige Landschaft, wodurch der Mekong fließt, ist einfach wunderschön. Wir sind da allerdings mit bis zu 50km/h durchgerast und Ihr könnt Euch vorstellen, was das für ein Lärm war, aber hört und seht selbst……

Wenn Ihr Euch das Video angeschaut habt und den Lärm gehört habt, kann man sich wirklich nur Fragen wie man es schaffen kann auf diesem Boot einzuschlafen. Yvonne hat’s geschafft und über ne Stunde geschlafen. Ich habe kein Auge zu gekriegt. 20140625-200924-72564164.jpg Wir waren ziemlich happy als wir am „Pier“ (das waren maximal ein paar Bretter und ein ziemlich steiler Weg den Berg hinauf zu den Tuk-Tuks) angekommen sind. Es ging dann nach einer etwas längeren und zähen Verhandlung von mir mit der ganzen Tuk-Tuk-Meute in die Stadt zu unserem wirklich traumhaften Hotel, welches wir zu einem super Kurs bekommen haben. Hatten wir uns auch verdient nach der wirklich mega anstrengenden Fahrt auf dem Mekong. Also falls Ihr mal vor der Frage steht Slow- oder Speedboot, auf jeden Fall das Slowboot nehmen!

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20140625-202525-73525422.jpg Luang Prabang gehört sicherlich zu den schönsten und relaxendsten Orten auf meiner Weltreise. Ich muss ja zugeben, dass wir das auch sehr gut gebrauchen konnten und den ersten Tag haben wir nicht viel gemacht außer abends über den täglichen Nachtmarkt zu schlendern, essen zu gehen und bei der überaus netten Frucht-Smoothie/Crêpes Frau zuzuschlagen. Bei ihr waren wir jeden Abend, die war super und der Mango/Bananen Smoothie war wirklich unglaublich gut. Auch die laotische Küche hat uns sehr sehr gut gefallen. Naja wir waren auch wieder beim Inder essen, ist halt unsere favorisierte asiatische Küche.

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Der Mekong, sein Nebenfluss Nam Khan und der Einfluss aus der französischen Kolonialzeit machen den Charme der 50T Einwohnerstadt aus. Am Mekong kann man wunderbar essen gehen und die schöne Aussicht genießen, was wir auch reichlich gemacht haben. Die Fußgängerbrücke aus Bambus über den Nam Khan wird jedes Jähr nach der Regenzeit neu aufgebaut und war ein absolutes Erlebnis. Yvonne und ich haben es trocken geschafft.

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Tempel hatten wir ja eigentlich schon genug in Nordthailand gesehen und waren auch definitiv Tempel-satt, aber der Wat-Mai Tempel (Wat=Tempel), der auf dem Gelände des Nationalmuseums stand, hat uns dann doch noch vom Hocker gerissen. Naja es war auch ein traumhaftes Wetter in Luang Prabang und der wirkte dadurch natürlich noch toller. Schönster Tempel meiner Reise im neuen Stil.

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20140628-105105-39065157.jpg Temperaturmässig waren wir bei 37 Grad angekommen und in unserem jugendlichen Leichtsinn mussten wir uns ja unbedingt noch den Tempel auf dem Berg anschauen, für den man 550 Stufen erklimmen muss. Ungefähr auf der Hälfte zum Ziel ist Yvonne eine schwarze Schlange (war glaube ich eine Strumpfbandnatter, die hatte mein Vater damals im Laden😉) über die Füße geschlängelt!! Naja da war was los (Ein einziger Aufschrei und so hoch habe ich Yvonne noch nie springen sehen), aber nach dem kurzen Schock ging es weiter nach oben auf den Berg. Völlig durchgeschwitzt sind wir dann am Tempel angekommen und es hatte sich absolut gelohnt. Der Blick auf die Stadt und den Fluss war einfach einmalig. Weil Yvonne ja ohne Schlangenbiss oben angekommen ist, haben wir erstmal eine Opfergabe in Form von einem Blumengesteck vor dem Buddah aufgebahrt.

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20140628-110819-40099715.jpg der Verkehr in Luang Prabang war doch ziemlich gesittet (nicht so wie in Hanoi) und wir haben uns die letzten 3 Tage einen Motorroller (125er wie auf Bali) gemietet. Als erstes sind wir zu den bekannten Höhlen von Pak-Ou gefahren, die in einem Felsen am Mekong liegen und ca. 30Km von Luang Prabang entfernt sind. Wir sind am anderen Ufer mit dem Motorrad angekommen und sind dann mit einem Kanu auf die andere Seite gefahren worden. Die Höhlen sind voller Buddha Figuren und haben einen speziellen Charme. Nach dem wieder übersetzen haben wir von hinten unsere Elefanten aus Chiang Mai zur Erinnerung wieder gesehen.

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20140628-112246-40966425.jpgNachdem wir übergesetzt haben und ein paar Kilometer gefahren sind, hat es angefangen zu regnen bzw. zu schütten. Wir als Sommerkinder und positiv denkende Menschen, haben wir trotz Regenzeit auf Regenkleidung verzichtet, was uns dann zum Verhängnis wurde und uns an die nächste „Raststätte“ für 1 1/2 Stunden brachte. War auch ganz nett dort und eher Basic…..

20140628-112832-41312789.jpg Am nächsten Tag haben wir uns das Highlight lt. Lonely Planet in der Umgebung von Luang Prabang angeschaut, die Kuang Si Wasserfälle. Konnte nich ganz mit Misol Ha in Mexiko mithalten, aber hat sich in die Top 5 Wasserfälle platziert. Man kann dort auch sehr gut baden gehen und ich habe das eher unfreiwillig gemacht, da ich beim Posen für Fotos kurzzeitig das Gleichgewicht verloren habe. Gibt es leider keine Bilder von 😉

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20140628-113909-41949766.jpg zu guter Letzt bin ich dann wie in Malaysia noch zum Frisör gegangen, wurde ja auch mal Zeit. Die Inneneinrichtung in der Garage war allerdings einigermaßen komfortabel und der Frisör verstand absolut sein Handwerk.

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20140628-114239-42159177.jpg Unsere Zeit in Luang Prabang war einfach wunderschön und wer mal relaxt einer asiatischen Kleinstadt ein paar Tage verbringen möchte, der sollte hier hinfahren, denn dafür ist die Stadt perfekt! Wir sind dann zurück nach Bangkok geflogen, Yvonne leider wieder nach Hause und ich am nächsten Tag nach Yangon, Myanmar in mein letztes Abenteuer meiner Reise, aber dazu mehr im nächsten Bericht.

So long
Yvonne und Jan

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Thailand 2: Elefanten in Chiang Mai und der weiße Tempel von Chiang Rai

Zurück in Bangkok habe ich zuerst versucht für China ein Visum zu bekommen. Ivy und Fabien hatten mir so von Peking vorgeschwärmt und ich wollte die Gelegenheit nutzen meinen alten Freund Lyangia zu besuchen, der in Shanghai wohnt. Leider ist mein Besuch in China an der Bürokratie und den Bedingungen der Chinesen gescheitert, was natürlich sehr schade war. Ich habe dann meine dann Planungen für die letzten 3 Wochen geändert und habe mir ein Visum für Myanmar problemlos in Bangkok besorgt, wie auch viele andere Traveller. Zu Myanmar komme dann im nächsten Bericht, das war natürlich auch der Hammer und China mache ich dann ein anderes Mal.

20140625-111501-40501467.jpg Nach 5 Wochen war ich natürlich froh, dass Yvonne wieder bei mir ist und ich habe sie am Flughafen abgeholt und schon waren wir wieder 2 echte Traveller 😉 eine Nacht sind wir dann in Bangkok geblieben, haben auf einer super Rooftop-Bar abends gegessen und Bangkok von oben angeschaut. Tolle Stadt, wir kommen bestimmt wieder.

20140625-111556-40556409.jpg Am nächsten Morgen ging es mit meiner mittlerweile Lieblingsfluggesellschaft AirAsia nach Chiang Mai, der zweitgrößten Stadt des Landes im Norden Thailands. Der Flug dauerte keine Stunde und nach einer kurzen Verhandlung am Flughafen saßen wir auch schon im Taxi in unser traumhaftes kleines Hotel, welches Yvonne vorab schon ausgesucht hatte. Wir sind dann nach einer kurzen Relaxphase gleich ins Zentrum gelaufen und haben auf dem Weg an einem Tempel angehalten, der uns ein bisschen an den Kitsch zu Weihnachten in México erinnert hat.

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20140625-111720-40640829.jpg Im Stadtzentrum sah das alles aber anders aus, dort gab es natürlich auch jede Menge Tempelanlagen zu sehen, allerdings ohne Kitsch, dafür aber im Haupttempel viele Mönche, die immer um 17 Uhr dort sind. Hatten wir also gut abgepasst und eine Frau vor dem Tempel hat uns dann noch sehr nette Tips gegeben für unseren Aufenthalt in Chiang Mai. Die wollte Yvonne garnicht mehr gehen lassen 😉

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20140625-111844-40724667.jpg Wir sind auch glücklicherweise genau im Zeitraum des jährlichen City Pillar Festivals dort gewesen und es war generell sehr viel los in der Stadt. Bei der Hauptattraktion von Chiang Mai , dem Wat Chedi Luang, einer Tempelanlage aus dem 14 Jahrhundert, waren wirklich tausende von Thailändern unterwegs die ihre Opfergaben (Obstkörbe usw.) dabei hatten, oder traditionell eine Statue mit ihrem Blattgold (ein kleines Blatt pro Familienmitglied) verzierten. Habe ich später in Myanmar auch gemacht, soll unglaublich viel Glück und Gesundheit für die Familie bringen. Hat schon gewirkt….😃 die Tempelanlage war eines der Highlights für mich in Thailand, sonst waren die Tempelanlagen doch immer recht neu, diese hatte mehr Charm und ist im 13ten Jahrhundert erbaut.

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20140625-112233-40953705.jpg Wir versuchen ja immer jeden Abend etwas neues auszuprobieren was Essen angeht, aber wir waren am ersten Abend im Restaurant Cooking Love, was sehr gut bei Tripadvisor bewertet wurde und das war mit Abstand das beste Essen was wir in Thailand bislang hatten. Wir waren komplett begeistert und preislich haben wir für uns beiden zusammen nicht mehr als 10€ bezahlt. Also sind wir am zweiten Abend wieder dorthin gegangen und saßen am Tisch zusammen (es gibt gesamt nur 6 Tische) mit einer Studentin aus China, die das erste Mal außerhalb von China Urlaub gemacht hat und dann auch noch allein unterwegs. Wir hatten einen sehr netten Abend und am Ende fragte sie uns nach einem Foto von uns zusammen für ihre Großfamilie, die wollen doch alles sehen wenn sie wieder kommt. Die gesamte Familie war noch nie in einem anderen Land und alle warten natürlich gespannt bis sie wiederkommt und die Fotos zeigt. Naja wir wollten am Ende natürlich auch noch ein Foto für den Blog et voila:

20140625-112325-41005892.jpg Als wir am Nachmittag „kurz“ im Café saßen, fuhr an uns ein unglaublich lauter Werbewagen vorbei, mit dem Ziel möglichst viele Zuschauer über den bevorstehenden Muay Thai Kampf heute Abend in der örtlichen Boxarena zu informieren. Yvonne und ich hatten sowas noch nie gesehen und nach dem Essen sind wir spontan dorthin gegangen, also hatte der Wagen bei uns absolut das Ziel erreicht… 200 Bath (ca. 4€) Eintritt gezahlt und die Kämpfe waren schon im Gange. So nah dran zu sein war schon ein Erlebnis und die Stimmung war absolut super. Der zweite Kampf war dann auch recht extrem, das war ein richtige harte Prügelei mit Cut usw. hier ein kleines Video:

Man konnte auch auf die Kämpfer wetten, naja wirkte ziemlich unseriös und haben wir gelassen. Insgesamt war es schon ein super Erlebnis mal einen Muay Thai Fight gesehen zu haben.

20140625-112557-41157861.jpg Unser Höhepunkt in Chiang Mai war aber unser Besuch des Baan Chang Elephant Parks am zweiten Tag. Der Park nimmt in Shows gequälte Elefanten auf und sie werden dort wieder aufgepäppelt. Naja so ganz haben wir dem ganzen nicht getraut und die Elefanten haben auch nur 4 Stunden freien Auslauf am Tag und es war schon sehr auf uns Touristen ausgelegt, aber zumindest ist der Ansatz des Parks ein Guter, naja und für die Finanzierung brauchen sie ja auch die Touristen. Dort leben 40 Elefanten, die jeweils einen eigenen Trainer/Pfleger haben, die meisten kommen aus dem angrenzenden Myanmar, wo ich ja dann ja 2 Wochen später bin. Also 40 Pfleger + die Guides.
Wir wurden also morgens um 6:30 im Hotel abgeholt und außer uns waren in unserer Gruppe noch 2 Engländerinnen, also eine perfekt kleine Gruppe. Nach einer ersten kurzen Einführung unseres Guides, der jeden Satz mit „everybody“ begann, ging es auch schon los mit der Fütterung der Elefanten durch uns. Aber erst gab es noch diese wunderbaren Blauen Jeans Anzüge für uns. Naja können ja alles tragen 😉

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Bananen und Zuckerrohr standen auf dem Speiseplan und das hat schon extrem viel Spaß gemacht die Elefanten zu füttern und sie haben sich immer nett bedankt. Einige Elefanten waren zum Teil schon ziemlich gerissen und haben uns beim Vorbeigehen schonmal die Bananen abgenommen.

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20140625-113014-41414212.jpg Dann ging es so richtig los, unser Guide in seiner unvergleichlichen Art „now everybody we learn important commands for elephant!“. Wir mussten uns 4 Kommandos merken, das ging gerade noch😉 und dann ging es auch schon rauf auf den Elefanten. Ich habe mich natürlich als Erster gemeldet, naja man muss ja mit gutem Beispiel voran gehen und hatte doch bei meinem ersten Aufstiegsversuch ganz kleine Probleme 😉 naja beim zweiten Versuch lief alles glatt und Yvonne ist da natürlich locker aufgesessen, hat ja auch vorher alles abgeschaut 😉 das war schon ein tolles Gefühl da oben zu sitzen und die Elefantenhaut ist wirklich so dick und es ist angenehm da oben zu sitzen. Die Kommandos haben wir natürlich brav gesagt, aber irgendwie hatte ich das Gefühl dass der Elefant wohl eher auf seinen Trainer hört, komisch……nichtsdestotrotz haben wir immer die Kommandos rausgehauen!

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20140625-113311-41591879.jpg Als nächsten durften Yvonne und ich zusammen auf unserer 40-jährigen Elefantendame (das Alter war natürlich Zufall, hätte auch 30 sein können, ist ja eh das neue 40!😉), genannt „Big Mama“, einen 45-minutigen Ritt durch den Urwald machen. Big Mama war sehr artig und hat nur zwischendurch mal zum Fressen ein paar Riesenblättern angehalten. Danach ging es zum Höhepunkt der Elefantentour, dem Bad inkl. schrubben und putzen von Big Mama durch Yvonne und mich. War ein riesen Spaß und Big Mama hat es absolut genossen und sich nett bedankt. War schon ein Highlight bei den Elefanten und kann ich nur empfehlen.

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20140625-113619-41779159.jpg Am nächsten Tag sind mir mit dem Public Bus nach Chiang Rai gefahren. Die Fahrt hat ca. 1 1/2 Stunden gedauert und war ziemlich entspannt. In Chiang Rai angekommen haben wir uns erst ein nettes Guesthouse gesucht und sind abends noch in die Stadt gegangen. Wir sollten uns nach dem Tip des indischen Guesthousebesitzers unbedingt die Lichtershow an der großen Uhr im Stadtzentrum angeschauen. Das war auch wirklich ganz nett, aber das Highlight des Abends war eigentlich die Begegnung mit einem 82-jährigen!! Paar aus Australien, die am Nebentisch im Restaurant (Essen war super) saßen. Die Beiden haben Achtung 9 Kinder, 28 Enkelkinder und flüchten immer vor der Familie und bereisen Asien über Monate und das in dem Alter. Naja die hatten wie wir auch sehr viel zu erzählen, Foto haben wir nicht gemacht von den beiden, leider nicht dran gedacht! Und es gab immer Freibier am Folgetag, Wahnsinn!!!😉

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20140625-113844-41924929.jpg Chiang Rai ist ja bekannt für seinen weißen Tempel (Wat Rong Khun) und für den nächsten Tag haben wir eine Tour gebucht, die uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Region gebracht hat. Los ging’s eben beim weißen Tempel von Chiang Rai der wirklich traumhaft schön ist, aber eher ein Kunstwerk als ein Tempel. Leider konnten wir nicht hinein, da vor ein paar Wochen hier in der Region ein Erdbeben der Stärke 6,0 gewütet hat und der Tempel innen beschädigt wurde. Naja wir fanden es trotzdem toll.

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20140625-114049-42049803.jpg Bei den Black Houses gibt es 40 kleine und große Tempel zu sehen. Im dem Haupttempel werden Häute von Krokodilen und Schlangen ausgestellt, was ich ein bisschen suspekt fand. Highlight war aber die gruselige Harry Potter Eule, die in 5 Minuten keine Regung zeigte und sich keinen Millimeter bewegte. Fanden wir ziemlich cool und so nah hatten wir noch keine gesehen. Post bringt die nicht!

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20140625-114300-42180542.jpg Es ging dann weiter zu einem Dorf fast an der Grenze zu Myanmar, wo es Padong Frauen zu sehen gab die dort arbeiten. Diese Frauen haben ihren Hals traditionell mit goldenen sehr schweren Ringen verhüllt und tragen diese immer, auch beim Schlafen. Der Besuch in dem Dorf war schon ein bisschen grenzwertig, aber gut die Leute leben dort vom Tourismus und es war schon eine andere Welt und die Leute dort waren sehr freundlich. Einer der Herren hat sich regelrecht an Yvonne rangeschmissen, wir haben dann noch eine Pfeife bei ihm gekauft, ist aber schon kaputt, Mega Qualität, naja für 1€ brauch man auch nicht viel erwarten!

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20140625-114539-42339365.jpg Neben dem weißen Tempel war der Besuch des goldenen Dreiecks, wo sich Thailand, Laos und Myanmar guten Tag sagen, unser Highlight auf der Tour. Nur durch den Mekong getrennt (der ist im Laos Bericht Thema) kann man von dort auf alle 3 Länder schauen. Es gibt auch noch einen sitzenden Buddha zu sehen und da es mittlerweile bestimmt 35 Grad warm war, haben wir uns erstmal ein Eis gegönnt.

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20140625-114920-42560919.jpg Am nächsten Morgen ging es dann Richtung Laos mit dem Bus der uns morgens um 6 Uhr abgeholt hat, aber dazu im nächsten Bericht. Nord Thailand war wirklich super und hat uns sehr gefallen. Big Mama war natürlich das Highlight und ein tolles Erlebnis.

So Long
Yvonne und Jan

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Singapore: Party like its 2001, Judo-Competition und die Gardens by the Bay

Fabien und ich haben uns 2001 auf irgendeiner ziemlich unspannenden Party in Kuala Lumpur kennengelernt, die wir dann recht schnell mit anderen Franzosen verlassen haben und ab da sind wir doch ziemlich regelmäßig 😉 in Kuala Lumpur zusammen ausgegangen. Bei einer dieser immer sensationellen Abende haben wir Ivy und eine Freundin kennen gelernt und heute sind die beiden verheiratet und leben mit ihren drei tollen Kindern in Singapur. Na für mich natürlich Pflicht, wenn ich nach so einer langen Zeit mal wieder in der Gegend bin, den beiden einen Besuch abzustatten. Manchmal denkt man ja, dass die Zeit stehen geblieben ist und an diesem Wochenende war das ganz extrem. Die beiden haben sich äußerlich überhaupt nicht verändert und die Chemie stimmte sofort wieder und ihre 3 Kinder hatte ich sofort ins Herz geschlossen. Mir wurden erstmal die neusten Spielsachen vorgestellt, was mich natürlich brennend Interessierte und alles wurde natürlich auch gleich ausprobiert! Dann gab es erstmal einen guten französischen Kaffee und schnell war es schon Nachmittag. Wir sind dann mit der ganzen Familie noch kurz ins arabische Viertel, zu einem Gebäude was auch von innen sehr gut nach Gotham City passen würden und in ein Kaffee gefahren. Sehr schöner relaxter Nachmittag mit der Großfamilie. 20140622-201247-72767399.jpg

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Wir hatten uns schon vorher vorgenommen am Samstag Abend wieder so zu feiern wie 2001 und ehrlich das haben wir auch, wenn auch nicht ganz so extrem….. Wir waren erst mit einem anderen befreundeten Pärchen von beiden (Franz./Laos) und einer Freundin von Ivy bei einem super Italiener essen, die allerdings leicht überfordert schienen mit soviel Andrang. Naja kenne ich von einem Lieblingsitaliener in Düsseldorf ja auch nicht anders und genauso wie Salvatore haben es dort die Jungs auch mit Charme versucht alles wieder gut zu machen….. Haben sie auch geschafft und am Ende gab es noch den besten Grappa aufs Haus!

20140622-201434-72874305.jpg Danach ging es zum Highlight des Abends, ein Club auf den Däch
ern des Marina Bay Sands Hotels mit einer Mega Aussicht auf Singapur. Wirklich sensationell und gefeiert wie in 2001 haben wir auch und wie. Mit uns gefeiert haben dann noch eine Gruppe Koreaner, die natürlich spezialisiert auf den Gangnam Style waren und mit denen wir uns eine Dance-Competition geliefert haben. Fabien und ich haben dann später auch noch den Gangnam-Style probiert, wie man auf dem Bild sieht, wo ich auf dem Boden liege! 😉bis 3 Uhr haben wir alle durchgehalten und dann ging es wieder nach Hause nach diesem absolut sensationellen Abend.

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20140622-201542-72942068.jpg Wochenende ist auch immer Sportzeit für Familien mit Kindern und Fabiens ältester Sohn Hugo hatte am Sonntag Morgen um 10 Uhr (wurde zum Glück von 8 auf 10 verlegt) seine erste Judo-Competition überhaupt, also ein Event von sehr grosser Wichtigkeit. Wir sind dann pünktlich mit der gesamten Familie in den Dutch-Club, wo der Wettkampf stattfinden sollte. Da hat man mal gesehen, wie viele verschiedene Nationalitäten in Singapur wohnen, da war wirklich alles vertreten. Hugo musste in seiner Altersklasse 3 Kämpfe bestreiten. Der ersten gewann er absolut souverän und wir hofften schon auf den Gruppensieg, aber im zweiten Match wurde er regelrecht überrumpelt. Naja der andere war nicht besser, aber Hugo fehlte hier einfach noch ein bisschen Erfahrung😉 im dritten Match passte er dann wieder auf und beendete das Match vorzeitig durch einen lupenreinen Ippon!! Mir hat das ganze sehr viel Spaß gemacht.

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Hugo wurde dann dritter in seiner Altersklasse, bekam dafür einen Pokal und wurde zusätzlich noch als bester Newcomer ausgezeichnet. Ivy und Fabien waren natürlich mächtig stolz und ich natürlich auch! Wir sind danach noch nett was Essen gegangen direkt am Meer und dann gab es eine kurze Siesta, die brauchten wir auch nach dem gestrigen Abend.

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20140622-201836-73116732.jpg Um Abschluss des Tages ging es dann zum Abschluss noch zu den Gardens by the Bay, wo wir erstmal lecker zu Abend gegessen haben. Die Gardens by the Bay wurden erst vor ein paar Jahren angelegt. Irgendwie ist alles neu und modern in Singapur, was mir sehr gut gefallen hat nach all den Tempelanlagen usw. die auf meiner Reise gesehen habe. Als es dunkel wurde gab es eine beeindruckende Lichtershow mit der perfekt dazu passenden Musik und die Stimmung war wirklich einmalig. Ein toller Abschluss unserer gemeinsamen Zeit an diesem Wochenende und ich komme auf jeden Fall wieder.

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Für mich ging es am nächsten zurück nach Bangkok, um mich dort wieder mit Yvonne zu treffen.

So Long
Jan

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Thailand 1: die Radtour von Bangkok nach Phuket

Bereits vor der Weltreise habe ich mich für einen Triathlon im September angemeldet und es war klar, dass es so ganz ohne Grundlagen-Ausdauer-Training auf meiner Reise nicht gehen wird. Mein Kumpel Chris aus Düsseldorf sah das genauso wie ich und so kam es, dass wir uns zusammen für eine Rennradtour von Bangkok nach Phuket angemeldet haben. Das sind ca. 820 Rad-Kilometer, die in 8 Radtagen zurückgelegt werden sollten….. Naja kein Thema für uns…..😉 aber zuerst haben wir uns in Bangkok getroffen und sind gleich am Abend sensationell essen gewesen mit anschließender Live-Musik einer überragenden Band. 20140616-195825-71905127.jpg
Am nächsten Tag haben wir uns Bangkok angeschaut, wir waren beide noch nie dort und die Stadt bietet mehr als suspekte Partyorte und ist eine absolute Metropole. 15 Millionen Menschen wohnen in Bangkok und wir haben erstmal zur Orientierung öffentliche Verkehrsmittel benutzt, was ziemlich komfortabel und preiswert in Bangkok ist. Neben der U-Bahn sind wir auch mit dem Boot durch die Stadt (durch kleine Kanäle alla Venedig 😉) gefahren und später dann auch auf der Fähre über den Chao Phraya am Wat Arun vorbei, die uns zu den Tempeln mit dem Reclining Buddha (Wat Pho) gebracht hat. Das war schon ein echtes Highlight.

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20140616-200441-72281896.jpg Generelle Kompetenz sieht man Menschen ja an und wenn irgendwo Touristen zu einem wichtigen Thema befragt werden, kommen die Thais an so viel geballter Kompetenz in Person von Chris und mir natürlich nicht vorbei 😉 es ging um das spannende Thema „Behindertengerechte Ausstattung der Tempelanlagen in Bangkok“, naja nicht ganz unser Fachgebiet, aber gut. Ein kleiner Flachs zur Auflockerung und schon gings los mit der Bearbeitung dieses wichtigen Themas. Kurz nach dem Start wurden wir allerdings unterbrochen von einem jungen Mann, der sich ungefragt ins Bild schob und irgendwas mit Türkye sagte……. kommt mir extrem bekannt vor😉 die Moderatorin kannte das noch nicht und war doch ziemlich irritiert, wenn nicht sogar schockiert! Naja das Interview wurde dann doch noch kompetent zu Ende geführt!😉

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20140616-200847-72527782.jpg Am Abend dann das erste Treffen mit unserer Radgemeinschaft. Siam Bike Tours wird geleitet vom Schweizer Martin Brot, genannt Pane…. Ein wirklich bunter Vogel (daher auch die knallig gelb-orangen Trikots) und ein super Typ, der seit 12 Jahren in Thailand lebt und sein Hobby zum Beruf gemacht hat und seit 8 Jahren Radtouren durch Thailand anbietet. Naja Schweizern werden ja in Kindestagen bereits die Berge in die Wiege gelegt. Zur Erinnerung (hatte ich im Peru Bericht schon erwähnt), meine Erfahrungen mit Bergen in meiner Kindheit haben sich auf den 2 Meter hohen Rodelberg hinter unserem Haus beschränkt, der damals kaum zu erklimmen war 😉 Chris kommt aus der Nähe vom Sauerland, also auch hier Bergexpertise vorhanden 😉 Neben Chris und mir waren noch noch die 3 Schweizer Ladina, Arndt und Hans dabei, allesamt mit reichlich Bergerfahrung und wir waren zwar eine sehr kleine Gruppe, dafür aber perfekt. Dazu noch ein Busfahrer, der immer hinter uns her fuhr und so anderen Autos den Weg versperrte (Tour de France Feeling). Bei einer Panne hatte er auch gleich ein
Ersatzrad parat und füllte bei jeder Pause unsere Getränkeflaschen wieder auf mit Panes Spezialmischung 😉 Das war auch absolut nötig bei diesen Temperaturen, gegen Mittag konnte es schon 37 Grad werden und morgens beim losfahren waren es schon 30 Grad. Zusätzlich hatten wir noch unserem thailändischen Chef-Guide Ludi dabei, der uns wirklich das Leben einfacher machte. Es gab immer kalte Handtücher und Getränke in den Pausen, wir wurden mit Obst versorgt und Ludi hat dann am Straßenrand immer die Fotos von unserer Gruppe gemacht. Naja die Qualität wurde von Pane oft bemängelt, aber irgendwas ist ja immer 😃 (O-Ton der lernt das nie…..)

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20140616-201408-72848943.jpg Am nächsten Morgen ging es also los nach einer kurzen Fahrt aus Bangkok heraus zu unserem Startpunkt der Tour und ich war gespannt wie ich das nach 3-monatiger Sportabstinenz so alles hinbekommen. Um Chris brauchte man sich da keine Sorgen machen, der war schon voll im Training, was man bei Anstiegen auch absolut gemerkt hat. Da konnte ich nicht mehr mithalten, naja zumindest war ich am Berg 2ter, naja 3ter wenn man Pane mitzählt. Die erste Etappe war mit den 70 Kilometern auch gut zu schaffen, trotz extremer Hitze gegen Ende und wir waren froh in Hua Hin angekommen zu sein. Das Hotel lag direkt an einem großen Night-Market, auf dem wir noch kurz was trinken waren und anschließend sind wir in der City noch was gemeinsam essen gegangen, wie jeden Abend. Pane hatte da immer sehr gute Restaurants ausgesucht, naja nach 8 Jahren kein Wunder…….

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20140616-201838-73118591.jpg Landschaftlich wechselten sich Regenwald, Berge, Strand, Obst und Öl-Plantagen, Tempelanlagen und kleinere Orte ab und es wurde nie langweilig auf dem Rad. Die thailändische Königsfamilie IST absolut omnipräsent im gesamten Land und überall sieht man Monumente mit Bildern des jungen Königs, naja mittlerweile ist er über 80, auf den Bildern jedoch 35! Die Thais lieben ihren König.

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20140616-202352-73432661.jpg Jeden Morgen ging es um 8Uhr los, so dass wir nach dem Mittagessen, was immer super lecker war, maximal noch 30 km zu fahren hatten. Im Schnitt sind wir 25-26 km/h gefahren, also ein ganz angenehmes Tempo, wenn es nicht gerade bergauf ging😉. Nach der 4ten Etappe gab es dann erstmal einen Ruhetag im verschlafenen Chumpon, wo Chris und ich uns erstmal ne schöne Massage gegönnt haben. Ich musste dann am Nachmittag nochmal zur Thai Massage, da hatte sich ein Nerv eingeklemmt. Naja kein Wunder nach 400 km in 4 Tagen. Unser Hotel oder besser Resort (soviel Luxus hatte ich vorher nicht) lag idyllisch direkt am Meer und man konnte es dort sehr dort aushalten für unseren Ruhetag. Gegen frühen Abend dann doch noch ein wenig Kultur in Form einer Tempeltour mit Ludi, der uns alles super erklärt hat. Der Tempel lag sehr schön an einem Hang und war gerade erst fertig gestellt und sehr schön. Dann gab es noch einen sehr schönen Sonnenuntergang.

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20140616-202955-73795571.jpg Die nächsten 4 Tage sind wir dann die restlichen 420 km gefahren, naja nen kleinen Crash gab es auch noch und böse Zungen behaupten ich hätte den verursacht, sehe ich natürlich komplett anders 😉 ist aber nichts großartiges passiert und alle haben die Tour gut überstanden. Das Gefühl dann in Phuket anzukommen war schon toll, wir hatten die 800 km geschafft, so eine Tour hatten Chris und ich ja auch noch gemacht und es war eine tolle Erfahrung.

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20140616-203311-73991349.jpg Es hieß dann Abschied nehmen von unserer Gruppe und Chris und ich sind dann noch ein paar Tage zum Relaxen auf Phuket geblieben. Naja zuerst waren wir noch im Thanyapura Sport Resort und haben eine Rad-Trainingseinheit mit Jürgen Zack (deutscher Triathlon Star) absolviert. Lockere 40 km mit anschließenden Koppellauf entpuppten sich als 33 km/h inkl. Berganstiegen und das Laufen fiel uns doch sehr schwer und nach der Hälfte haben wir uns verabschiedet……
Danach aber ab an den Surin Beach zum Relaxen, möglichst weit Weg von Patong, wo sich der Klischee Phuket Tourist aufhält! Unser Hotel war einfach der Hammer zur Erholung und das hatten wir auch dringend nötig.

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20140616-204513-74713739.jpg Für Chris ging es dann leider zurück nach Deutschland nach dieser super Zeit und für mich weiter nach Singapur, wo ich einen alten Freund besucht habe. Dazu mehr im nächsten Bericht.

So Long
Jan

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Cambodia: Phnom Penh und die roten Khmer, Siem Reap and das Königreich von Angkor

Von Ho Chi Min City (Saigon) ging es mit dem Minibus morgens in Richtung Grenze von Cambodia. Dort lief wirklich alles sehr sehr unkompliziert und das Busunternehmen hatte alles perfekt geplant und nach 10 Minuten an der Grenze konnten wir schon weiterfahren und einreisen. 20140610-131200-47520778.jpgNach 3 weiteren Stunden im Bus sind wir in der Hauptstadt Phnom Penh angekommen. Dort leben 1,5 Millionen Menschen und in der Stadt kann man auch wieder den Einfluss der französischen Kolonialherrschaft stärkt erkennen durch die Monumente auf den großen weitläufigen Straßen. Ich habe in jenem Guesthouse in jenem sehr ruhigen Viertel gewohnt mit einigen netten Restaurants, Bars und Cafés drum herum und es gab sogar ein Schwimmbad mit Gym, wo ich mein erstes Triathlon Schwimmtraining absolviert habe, was aber noch sehr holprig war…..dazu mehr im Thailand Part! Den Resttag habe ich dafür genutzt mir den Royal Palace und die Silber Pagode anzuschauen. Beide liegen direkt am Mekong an einem sehr schönen Platz, wo jede Menge Mönche und andere den Abend verbrachten. Der ein oder andere auch am Handy….

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20140610-131544-47744606.jpgAuf der Fußgängerzone wurde dann auch noch richtig Sport gemacht und zwar mit allen zusammen. Habe ich ein kleines Video von diesem Event gedreht, sah lustig aus und ein schöner Abschluss dieses tollen Tages. Meine Erwartungen an Phnom Penh waren schon weit übertroffen.

Nach der beendeten Kolonialherrschaft der Franzosen und verschiedenen Regierungsversuchen und begünstigt durch amerikanische Bombardierungen im Süden des Landes während des Vietnamkrieges, begann 1975 die Herrschaft der roten Khmer in Cambodia (bis 1978). Sie hatten sich zum Ziel gesetzt einen ursprünglichen Bauernstaat zu errichten und deportierten sofort nach Machtübernahme die komplette Stadtbevölkerung aus Phnon Penh (2 Millionen) zum Reis-Anbauen aufs Land. Während der roten Khmer Herrschaft starben 2 von 8 Millionen Menschen, also 1/4 der Gesamtbevölkerung durch Hungersnot, Krankheiten und Folterung der roten Khmer. Alle Intellektuellen des Landes und deren Familienangehörigen wurden erst gefoltert und dann zu den sogenannten Killing Fields deportiert. Hiervon gab es unzählige im Land und eins davon habe ich mit vor den Toren von Phnom Penh angeschaut.
Über Kopfhörer wurde man durch die Anlage geführt und es wurde schauerlich genau durch Zeitzeugen erzählt, wie die roten Khmer hier vorgegangen sind. Das war mir in dieser Dimension und Grausamkeit vorher nicht klar. Fotos habe ich nur von der Gedenkstuppa gemacht, hier werden die gefundenen Schädel der Opfer aufbewahrt. Auch so etwas gehört zu einer Weltreise dazu.

20140610-131635-47795630.jpgAm nächsten Tag ging es mit dem Express Bus nach Siem Reap und 6 Stunden später bin ich schon in meinem super Hotel angekommen. Ich hatte mir ein sehr schönes Boutique Hotel mit Pool gekönnt, zum Entspannen nach einem heißen Tempeltag (ca. 38 Grad). Siem Reap ist eine ziemlich umspannende Kleinstadt, die sich ganz auf die Touristen konzentriert hat, die sich Angkor Wat anschauen wollen. Die Tempel von Angkor Wat wollte ich auch schon immer mal sehen und es sollte ein weiterer Höhepunkt meiner Reise werden. April ist wahrscheinlich die heißeste Zeit dort, also hielten sich die Touristenschwärme in Siem Reap auch in Grenzen. Naja ganze Horden von Japaner und Chinesen waren natürlich auch da, insgesamt waren bestimmt aus allen Nationen Menschen dort, naja kein Wunder, muss man auch gesehen haben, wie ich schon vorweg nehmen kann.
Im Internet hatte ich gelesen, dass wenn man sich ein 3 Tages Ticket kauft, man am Abend davor ab 17 Uhr umsonst reinkommt! Ich Fuchs habe das doch glatt gemacht und hatte so einen Tag mehr!! 😉 Mein Tuk-Tuk Fahrer war glaube ich der älteste von allen verfügbaren Fahrern. Es schlief auf seinem TukTuk, als ich ihn weckte und fragte, ob er mich zum Angkor Wat bringen könnte. Irgendwie mochte ich ihn und auf dem Weg steigerte er meine Spannung, indem er einen richtigen Countdown runterzählte, bis ich die 3 Türme von Angkor Wat sehen konnte. Mehr Fotos von Angkor Wat folgen später.

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20140610-131749-47869682.jpgAm nächsten Tag bin ich dann einer Empfehlung des Lonely Planeta gefolgt und bin mit meinem TukTuk Fahrer (der nimmt 15 $ für den ganzen Tag!) in umgekehrter Richtung die anderen Tempelanlagen abgefahren und so kam es, dass überall nicht viel los war und ich mir alles in Ruhe anschauen konnte. Wir haben angefangen bei Ta Prohm, kennen die meisten sicherlich aus Tomb Raider und Indiana Jones. Hier hat sich die Natur in den letzten Jahrhunderten absolut durchgesetzt und die Bäume schlingeln sich regelrecht um die Tempelanlage, die beeindruckend groß war. Echtes Abendteuerfeeling kam da sehr schnell auf und alles sah sehr schön aus. Die Anlage wird auch schon restauriert, da doch an einigen Stellen Einsturzgefahr besteht. Zwischendurch habe ich noch von einer wirklich sehr kleinen netten Frau ein paar glückbringende Räucherstäbchen ersteigert.

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20140610-132407-48247491.jpgAuf der „Big Tour“ liegen bevor man nach Angkor Thom kommt noch diverse Tempelanlagen, eine schöner als die andere und alle sehr gut erhalten. Unter anderem Batan Say, das Königsbad, ein Riesen See, wo wohl früher die Könige gebadet haben und die dazugehörige Tempelanlage auf der anderen Seite, damit die es zum Schwimmen nicht so weit hatten 😉 Dann ging es weiter durch eine spooky Brücke durch einen Mangrovenwald bis zu einem Tempel auf dem Wasser. Das alles anzulegen muss einfach Jahre gedauert haben.

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20140610-132916-48556703.jpgDann ging es durch das Nordtor in die riesige Anlage Angkor Thom, erbaut im 13ten Jahrhundert. Eine richtige Stadt/Festung mit hunderten Tempeln und mein TukTuk Fahrer hat mich in die Mitte der Anlage gefahren und es gab erstmal was zu Mittag 😉, wir waren schon 5 Stunden unterwegs, wie die Zeit vergeht. langweilig wird es hier nicht! Dann zeigte er mir unseren Treffpunkt und für mich ging es erstmal über die Elefanten Terrassen zum Königspalast, den man erklimmen konnte. Naja bei mittlerweile 38 Grad war das schon ne Challenge und als ich oben war musste erstmal ne Flasche Wasser her 😉 in den Königspalast ist ein liegende Buddha eingebaut….

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20140610-133605-48965212.jpgDer Höhepunkt von Angkor Thom ist der Tempel von Bayon. Unzählige Buddhas schauen einem aus allen Richtungen an und hier habe ich mich dann noch ein bisschen aufgehalten, aber dann musste ich doch der Hitze Tribut zollen und bin völlig durch wieder ins Hotel gefahren, wo der Pool auf mich wartete. Was für ein Tag mit so vielen Eindrücken!

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20140610-133748-49068360.jpg Am Abend habe ich mir dann in der Stadt ein Mountainbike ausgeliehen, mit dem ich am nächsten Tag durch die Tempelanlagen gefahren bin. Ich habe mich an diesem Tag auf Angkor Wat konzentriert, was natürlich das Highlight aller Tempel ist. Was mich gefreut hat, die deutsche Regierung unterstützt Cambodia bei der Erhaltung der Anlagen, damit auch noch die nächsten Generationen hierher kommen können, naja die Deutschen sind hier auch zahlreich vertreten. Angkor Wat mit all seinen Details ist wirklich unglaublich. Man kann sich dort Stunden aufhalten und durch die geheimnisvollen Gänge schländern. Die Natur hat es hier nicht so geschafft sich auszubreiten, da Angkor Wat (erbaut 11tes Jahrhundert) umgeben ist von einer Wassergraben.

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20140610-134213-49333593.jpg Was noch gefehlt hat ist der Klassiker: Sonnenaufgang in Angkor Wat. Ich habe mich also am meinem letzten Tag um 4:30 morgens mit Kamera und Taschenlampe bewaffnet aufgemacht und mich an dem kleinen See positioniert und siehe da, ich war der Erste! Schnell hat mir ein Verkäufer Wasser und einen Stuhl angeboten, was ich sehr gern angenommen habe. Ich war perfekt vorbereitet und es war auch einfach nur schön und auf jeden Fall werde ich das nicht vergessen. Natürlich war ich schnell nicht mehr allein, denn das wollten sie alle sehen!

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20140610-134759-49679971.jpg Ein toller Abschluss meiner Zeit in Cambodia und ich komme auf jeden Fall wieder. Für mich ging es dann nach Bangkok, wo eine Radtour auf mich wartete, aber dazu in den nächsten Tagen mehr.

So Long
Jan

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Vietnam: Hanoi, Halong Bay, Sa Pa, Hoi An und Saigon

Vietnam war ja eigentlich nicht geplant, als ich noch in Deutschland war, aber durch diverse enthusiastische Erzählungen von anderen Travellern, die ich auf meiner Reise getroffen habe, musste ich da natürlich hin. Also Flug nach Hanoi mit AirAsia gebucht (30€ von KL) und los ging’s gleich am nächsten Morgen, nachdem Yvonne zurück nach Düsseldorf geflogen ist. Für Vietnam benötigt man ein Visum, welches man nur on Arrival bekommt, wenn man ein Empfehlungsschreiben dabei hat, welches man sich im Internet von diversen Agenturen besorgen kann. Also alles sehr unkompliziert und am Flughafen hat dann auch alles schnell geklappt. Schnell SIM-Karte gekauft und mit dem Taxi ging dann in die Stadt.
Die Mitarbeiter meines Guesthouses (Mr. Tony und sein Team) mitten im Old Quarter, dem Highlight in Hanoi, waren so unheimlich freundlich, dass man sich wirklich wie zuhause fühlte. Klar sie wollten natürlich auch ihre Touren verkaufen, aber die wollte ich ja eh machen 😉. Und die Touren waren dann auch günstiger als bei anderen Agenturen, aber dazu weiter unten.

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Das Old Quarter von Hanoi ist wirklich eine absolute Attraktion. Im Gegensatz zu Kuala Lumpur, kann hier noch das alte Süd-Ost-Asien finden, aber mit leichtem französischen Einfluss mit kommunistischen Elementen. Vietnam war ja bis vor dem zweiten Weltkrieg eine französische Kolonie. Es gibt keinen Starbucks und McDonalds und überall wird was zu Essen auf der Straße verkauft, es herrscht ein Riesen Trubel und die Telefonleitungen finden überirdisch ihren Weg 😉

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Das einfachste Essen ist meist das beste und so war es dann ein Restaurant, die nur ein Essen auf der Karte hatten, was das kulinarische Highlight meiner Zeit in Vietnam war (naja mit dem Butter Chicken in KL konnte es nicht mithalten). Bun Bo ist ein Suppe bestehend aus Reisnudeln, Rindfleisch, Lemon Grass, Ingwer und jeder Menge anderer Zutaten. Das Restaurant (naja eigentlich war das nur ein Gang mit Tischen) war immer total voll.

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Am beeindruckendsten ist der Verkehr auf den Straßen. 8 Millionen Menschen wohnen in Hanoi und so ziemlich alle besitzen ein Motorrad und es wird kreuz und quer gefahren, ohne echte Verkehrsregeln. Natürlich gibt es auch Ampeln, aber wenn niemand kommt, dann wird gefahren, sonst auch 😃

Ho Chi Min, der legendäre Freiheitskämpfer des Landes, ist überall allgegenwärtig und man kann sogar seinen konservierten Leichnam im HCM Mausoleum besichtigen. Naja, ich habe mir das Ganze nur von außen angeschaut, muss ja nicht sein 😉 daneben dann das HCM Museum mit jeder Menge Staturen im einwandfreien kommunistischen Stil und einer Karte in welchen Ländern und wie oft Ho Chi Min war. Deutschland (Viet=Doc) war da durch die damalige DDR groß vertreten. Neben dem Museum gab es noch ein bisschen Beute aus dem Krieg mit den USA zu sehen, dazu auch mehr im Saigon Part.

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Eine Schifffahrt in der Halong Bay, 2.000 Inseln, Weltkulturerbe und Hauptattraktion von Vietnam, war natürlich als Aktivität gesetzt und nach 2 Tagen Hanoi habe ich mich auch gefreut aus der Stadt rauszukommen. Mr. Tony hat mich super beraten bei der Auswahl des Schiffes und ich wurde morgens mit dem Bus abgeholt und es ging 3 Stunden nach Halong, von wo aus alle Boote starten. Alles war perfekt organisiert und Pause wurde mit diversen anderen Busen bei einer typischen Touri-Fälle gemacht, wo es neben diversen anderen Dingen traditionelle vietnamesische Kunst zu kaufen gab.

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In Halong angekommen ging es schnell mit unserer Truppe (ca. 25 Leute, dieses Mal Spanien, Australien, Canada, UK, ich als einziger Deutsche, hatte ich auch noch nicht) an Board der „luxury imperial cruise“! Meine Kabine war wirklich sehr schön und komfortabel.

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Vom Oberdeck hatte man einen sensationellen Blick auf die Felseninseln in der Halong Bay. Man kann dieses Stimmung nur schwer beschreiben, aber es hatte etwas sehr mystisches und ich hatte sowas noch nie gesehen. Wir sind die ersten 3 Stunden durch die Bay gecruist! Das Wetter ist hier übrigens nur in unserem Sommer richtig gut. Ansonsten meistens grauer Himmel und immer ein wenig Nebel, naja das macht es wahrscheinlich auch aus.

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Am Nachmittag stand dann der erste Landgang an. Es ging ein Paar Stufen herauf in eine beeindruckende Höhle. Leider hat meine Kamera hier ziemlich versagt, so dass es so gut wie keine Fotos davon gibt, naja für mich reichen die als Erinnerung. Unser Guide „Seven“ (die hieß wirklich so) erklärte uns alles und machte einen schlechten Witz nacheinander. Die waren so unglaublich flach, da habe ich dann wieder drüber gelacht😉
Oben angekommen hat man den typischen Postkartenblick auf die Halong Bay, das sah wirklich sehr toll aus und da wollte natürlich jeder ein Foto inkl. Jan! Danach ging es dann noch ein bisschen kajaken durch die Bucht.

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Abends dann ein super Diner mit anschließendem Karaoke-Battle. Ich sah bis zum Schluss wie der sichere Sieger aus (so richtig singen wollte niemand) bis die spanische Mannschaft ganz am Schluss mit einer sehr energievollen Version von Feliz Navidad den Hit des Abends aufführten. Das war sehr witzig.

Am nächsten Morgen ging es dann weiter mit der Fahrt durch die Bay inkl. einem Halt an einer Perlenzucht. Ist ja eigentlich nicht so mein Ding, aber interessant war es schon.

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Zum Abschluss der 2-Tages Tour gab es dann noch Frühlingsrollen-Kochkurs mit Seven, wieder inkl. Jeder Menge Sprüche und Spaß. Wir haben gelernt welche Zutaten wichtig sind und wie man das ganze mit Reispapier zusammengerollt. Bei Ausprobieren habe ich mir einen Battle mit einem der Spanier geliefert und klar das Zusammenrollen gewonnen und geschmeckt haben sie auch noch (bisschen fettig aber gut).

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Die sensationelle Fahrt auf der Halong Bay war dann leider vorbei und es ging zurück nach Hanoi, wieder mit Halt an der Tourifalle und um 4 Uhr nachmittags bin ich wieder an meinem Guesthouse angekommen. Es sollte ja um 20 Uhr schon wieder weitergehen Richtung SaPa an der chinesischen Grenze. Dieses wurde mir ausdrücklich von einem englischen Paar in Bali empfohlen und als ihr Vietnam Highlight verkauft. Also musste ich da natürlich hin. Und das erste Mal auf meiner Reise bin ich mit dem Nachtzug gefahren und der war sogar richtig komfortabel mit einem Softbett. Die Schlafwagen waren voller SaPa Touristen und ich hatte einen sehr netten Abend mit einem deutsch/amerikanischen Paar und einem älteren Franzosen mit denen ich mir das Abteil geteilt habe.

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Wir sind mit dem Zug in einer Stadt ca. 25 km von SaPa entfernt morgens um 7 Uhr angekommen und wurden dann mit dem Bus nach SaPa in ein Hotel gebracht, von wo die Wanderung durch die Berge losgehen sollte. Es erwartete uns schon unser weiblicher Guide Yu-Su, die ungefähr 1,50m groß ist. Generell waren alle Einheimischen und speziell die Bergbewohner wie Yu-Su sehr klein und ich kam mir dort wie ein Riese vor. Unsere Gruppe bestand aus einem bunten Mix inkl. Holland, Frankreich, Schweiz, UK, Kanada und sogar Vietnam und mal wieder war ich der einzige Deutsche. Das kannte ich zum Beispiel aus Australien garnicht!
An der nächsten Straßenecke warteten dann noch einige andere Bergbewohnerinnen plus Kinder auf uns, die uns begleitenden und uns später natürlich etwas verkaufen wollten. Naja wir hatten auch einige in der Gruppe die sehr leichte Beute waren und alles gekauft haben, aus Mitleid. Besonders die Kinder hatten eine absolut perfekte „Tränen in den Augen“ Taktik drauf. Absolut beeindruckend. 😉

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Das Wetter war einfach perfekt für die Wanderung durch die Berge und meine schon recht hohen Erwartungen aus den Erzählungen wurden weit übertroffen. Unglaublich tolle Landschaften mit unzähligen Reisterrassen, die in Berge hineingesetzt wurden. Das sah unglaublich toll aus und es gab jede Menge Bullen zu sehen, die den Arbeitern in den Reisfeldern dort helfen. Man kann das schlecht beschreiben, aber seht selbst, einfach wunderschöne Landschaften.

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Nach einem schon ziemlich anspruchsvollen Track über 6 Stunden plus Mittagspause sind wir bei unserem Homestay angekommen (Familien bieten ihr Haus zur Übernachtung an). Das Haus lag an jenem Berghang mit jenem sehr idyllischen Blick auf die Berge und einen Fluss. Geschlafen wurde auf sehr gemütlichen Matratzen und da wir nur 10 Leute in der Gruppe waren, hatte ich absolut zu viel Platz. Ich habe mich dann direkt ans offene Fenster gelegt, mag ja frische Luft. Allerdings hat es in der Nacht unglaublich gestürmt und als ich nachts davon aufgewacht bin hatte es schon ein wenig reingeregnet und man konnte sich live die Blitze anschauen. Auch ein Erlebnis….. Naja alles halb so schlimm und irgendwas ist immer!!!

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Am nächsten Morgen hat unsere Begleitmannschaft schon draußen auf uns gewartet und es ging bis zum Mittagessen weiter auf einem noch anspruchsvolleren Treck durch die Berge. Zwischendurch wurde uns der Weg von zwei recht eigenwilligen Hunden versperrt, die sehr witzige Posen machten😉 und moderne Telekommunikation alla SaPa konnten wir bewundern…..
Mir hats super viel Spaß gemacht, ich war ja schon einiges gewöhnt und wäre auch gern noch weiter gelaufen.

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Abends am Bahnhof hieß es dann Abschied nehmen von einem Teil meiner Gruppe, hatten wirklich super viel Spaß zusammen. Wir saßen dann noch vor der Bahnhof draußen und das Restaurant hatte eine recht eigenwillige und aufmerksamstarke Aussendarstellung. Vielleicht ja was für unsere neuen L’Oreal Counter?😉 ein super Trip ging zuende und am Morgen bin ich wieder gut in Hanoi angekommen und habe dort den Tag verbracht, nochmal Bun Bo gegessen und am Abend ging es weiter mit dem Nachtzug nach Hoi An.

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Wieder sehr nette Leute kennengelernt im Zugabteil, diesmal komplett in französischer Hand und das Beste war, dass ich absolut durchgeschlafen habe, so dass die 16 Stunden Fahrt sich auf 6 Stunden reduziert hat. Morgens ging es direkt am Meer entlang mit wunderschönen Blütenfeldern und Stränden. Sehr toll, sieht man nur aus dem Zug.

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Von Hoi An wurde mir auch von allen Vietnam Travellern ständig vorgeschwärmt und auch für mich war es ein absolutes Highlight meiner Reise durch Süd-Ost Asien. Die gesamte Altstadt war noch sehr gut erhalten, der Fluss war sehr idyllisch und für die nächsten 3 Tage habe ich hier sehr gut relaxen können und unter anderem meinen Blog zu schreiben. 😉 Highlight von Hoi An sind die japanische Brücke, die Flussbrücke, die alten Häuser, die man besichtigen kann und die unzähligen Schneiderwerkstätten. Zusätzlich gibt es unzählige sehr gute Strassenrestaurants und Cafés, in denen ich meistens saß und die Seele baumeln gelassen habe. Dieser Ort war dafür absolut perfekt. Einen Vormittag habe ich auch am Strand verbracht, der auch sehr schön war. Also ich kann Hoi An mehr als empfehlen.

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Wenn es dunkel wird zeigt sich die Altstadt von ihrer besten Seite. Lampions werden verkauft und von den Touristen auf der Wasser gesetzt, nachts hat meine Kamera aber die eine oder andere Schwäche….aber das war natürlich beim Abendessen ein toller Blick. Mein abendliches Highlight war das vietnamesische Bingo-Spielen mit dazugehörigem Gesang. Sehr suspekt, aber alle hatten Spaß und für mich war es mal wieder ein tolles Erlebnis.

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Am dritten Tag wurde ich morgens um 5 Uhr zu meiner Tour zu den Tempeln von MySon abgeholt. Auf der 1-stündigen Fahrt habe ich meinen erfolgreich meinen fehlenden Schlaf nachgeholt und um 6 pünktlich zum Sonnenaufgang sind wir mitten im Urwald bei den Ruinen angekommen, die zumindest zum Teil noch sehr gut erhalten sind. Die andere Hälfte wurde von den Amerikanern im Vietnamkrieg zerstört. Tja was sie hier wohl vermutet haben bleibt deren Geheimnis……….

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Auf dem Rückweg von den Ruinen haben wir diesen super Leguan auf einem Baum gesehen. Unser Guide hatte da ein gutes Auge für, den hätte ich nie gesehen.

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Die Hälfte der Rücktour nach Hoi An haben wir auf einem Boot verbracht , was eine willkommene Abwechslung war. Ich bin natürlich völlig verwöhnt durch die Borneo Tour und für mich war das alles nicht so aufregend, aber sie beiden Fischer fand ich klasse und die Einfahrt in den Hafen in Hoi An.

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Danang liegt ca. 25 km entfernt von Hoi An von dort aus bin ich am nächsten Morgen nach Hoi Chi Min City geflogen. HCM ist eine echte Großstadt, in der nicht viel vom alten Asien durch den Krieg übrig geblieben ist. Ich habe im Backpackerviertel für 10$ ein schönes Zimmer mit AC bekommen und abends war dort in der Straße schon die Hölle los. Soviele Traveller am einem Punkt hatte ich noch nicht gesehen. Am nächsten Morgen habe ich mir das Kriegsmuseum angeschaut, in dem detailliert die Geschichte des Vietnamkrieges erzählt wird und jede Menge furchtbare Taten der Amerikaner aufgezählt werden. Einiges kannte ich natürlich schon, wie das bekannte Foto mit den weglaufenden Kindern, was auch das einzige Bild ist, was ich dort gemacht habe. Dieses ist kein politischer Blog, daher keine weiteren Kommentare……nur soviel, leiden tuen die Menschen heute noch darunter und nicht nur in Vietnam, sondern auch in Cambodia, aber dazu später.

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Ich bin dann noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, in Cafés den wunderbaren vietnamesischen Kaffee getrunken und habe mich auf Cambodia gefreut, wo es am nächsten Tag mit einem Minibus hingehen sollte. Vietnam war einfach nur toll, kann ich allen empfehlen.

So Long
Jan

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Malaysia: Kuala Lumpur, Cameron Highlands und die Perhentian Islands

Von Bali bin ich nach Kuala Lumpur geflogen, um mich am nächsten Tag nach 2 1/2 Monaten endlich wieder mit Yvonne zu treffen. Für mich ist Kuala Lumpur was ganz besonderes, da ich vor 13 Jahren für ein 5-monatiges Praktikum dort war. Yvonne hatte leider einen Tag Verspätung (Holländische Fluggesellschaft, das konnte ja auch nichts werden😉) und ich habe mich daraufhin auf das kulinarische Kuala Lumpur konzentriert und das ist wirklich unglaublich gut. Je einfacher desto besser, also war ich beim Inder um die Ecke von meinem Guesthouse ein Tandoori essen und in der Jalan Alor (komme ich später noch darauf zurück) bei einem Chinesen (TopTip aus dem Lonely Planet) ein unglaublich scharfes, aber extrem leckeres Chicken gegessen. Essen in KL ist einfach immer ein Erlebnis.

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Am nächsten Tag habe ich Yvonne nachmittags vom Flughafen abgeholt, ich war sehr glücklich, dass sie endlich wieder dabei ist und nun waren wir zwei Weltreisende, wie dieses Foto beweist 😉 Yvonne bewaffnet mit Traveller-Rucksack! Abends sind wir dann noch was essen gegangen, bei dem Inder in KL, komme ich später noch zu.

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Wir haben am nächsten Tag den Hop-on-Hop-Off Bus genommen, der direkt vor unserem Hotel gehalten hat. Wir sind da eigentlich beide keine großen Fans von, aber dieser fährt alle 20min und hält an allen Sehenswürdigkeiten (naja so viele gibt es in KL nun auch nicht), und ist dazu auch noch sehr günstig und man kann an allen Stationen ein und aussteigen, wie der Name schon sagt 😉

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Die bekannteste Sehenswürdigkeit sind definitiv definitiv die Twin Towers, die zwischen 1999 und 2002 das höchste Gebäude der Welt waren. Dazu ein ein Riesen Shopping Center inkl. einem Brunnen mit tollen Wasser- und Farbspielen.

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Nach Fertigstellung der Towers waren natürlich alle stolz darauf und seitdem befindet sich KL auf dem Weg zu einer Metropole, naja gegen Singapur ist das hier natürlich immer noch alles klein, aber in den letzten 10 Jahren hat sich schon sehr viel verändert und jede Menge Hochhäuser sind dazu gekommen. Zwischen all diesen Gebäuden gibt es aber immer noch ein, zwei Ausreißer….

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Wir sind dann in Chinatown durch die bekannte Petaling Street gelaufen und haben unser Verhandlungsgeschick getestet 😉 es gibt dort wirklich alles und für meine L’Oreal Kollegen: die haben dort sogar gestülperte La Vie est Belle und Armani Produkte verkauft, wo die wohl herkommt, waren aber auffallend billig, was da wohl drin ist?

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Unser Highlight des Tages war aber der Besuch des wunderschönen Hindu Tempels, nur eine Straße weiter, an den ich mich noch aus der alten Zeit erinnert habe. Schuhe aus, Yvonne musste einen Sarong tragen und wir wurden von einem sehr emsigen Hindu bemalt und angewiesen wie wir uns verhalten sollen. Das war schon ein tolles Erlebnis.

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Abends waren wir in der Jalan Alor (gleich um die Ecke von unserem sensationellen Guesthouse) essen. Dort gibt es mindestens 50 Strassenrestaurants aller Nationalitäten, hauptsächlich Chinesisch, neben jeder Menge anderer Dinge, die dort verkauft werden (Obst, Lebensmittel, usw.). Abends ist die Straße mit Lampions beleuchtet und die Stimmung ist einfach toll und einzigartig. Hier ist alles noch so wie vor 12 Jahren und das Essen war einfach fantastisch, wie auch das Eis, was es an der Straße noch gab (Auswahl zwischen Schokolade und Vanilie!).

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Am nächsten Morgen sind wir mit der Bahn zu den Batu Caves gefahren. Das ist ziemlich unproblematisch und nach 25 Minuten waren wir bereits da und wurden von der 42 Meter hohen Statue des Gottes Marugans empfangen, sieht beeindruckend aus. Also die 270 Treppenstufen hoch, vorbei an den ganzen Affen, die doch ein sehr einnehmendes Wesen, in Bezug Besitz haben 😉 das hat auch eine Familie aus Indien zu spüren bekommen, die Babyflasche und Handtuch abgeben mussten 😉

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Oben angekommen (bei 35 Grad und malaysischer Luftfeuchtigkeit kein Zuckerschlecken) ist uns neben der beeindruckenden Höhle ein kleiner Laden aufgefallen, der witzig blinkende Spieluhren aufgefallen und das Lied ist uns nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Daher hier im Video mit Live Bildern😉

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Abends sind wir dann wieder schön essen gegangen und haben uns auf unsere Zeit auf dem Hausboot in Kalimantan/Indonesien gefreut, Bericht habe ich ja schon gepostet. Der Flug ging morgens um 8 Uhr und um 5 Uhr hat uns das Taxi abgeholt.

Nach unserer fantastischen Zeit in Indonesien sind wir wieder gut in Kuala Lumpur angekommen und unser nächstes Ziel waren die Cameron Highlands im Norden des Landes (ca. 3 1/2 Stunden von KL), die auf 1.500 m Höhe liegen und es dadurch ein sehr angenehmes Klima (am Tag 25 und nachts zwischen 10-15 Grad) herrscht. Nach der Hitze von Kalimantan eine willkommene Abwechslung 😉. Wir sind also direkt vom Flughafen mit einem Taxi hingefahren, ja mit einem Taxi, was zum einem 1 1/2 Tage schneller gewesen ist als der Bustransfer und mit 70€ auch noch ziemlich günstig war. Um 20 Uhr sind wir an unserem am Hang gelegenen Guesthouse angekommen und bei 10-15 Grad ohne Aircon schläft es sich natürlich sensationell!

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Am nächsten Tag haben wir dann am Nachmittag eine Tour durch die wichtigsten Punkte der Highlands gemacht. Wir waren die einzigen Gäste unseres indischen Minibusfahrers, der mich doch allem ernst fragte, ob ich nicht Christian der Wrestler bin…..naja die Ähnlichkeit ist besonders körperlich nicht zu übersehen……😉 Unser erster Stop waren die wunderschöne Teeplantagen, die absolut beeindruckend waren. Sowas hatten Yvonne und ich noch nicht gesehen. Das gesamte Land hat übrigens in alten Kolonialzeiten eine schottische Familie gekauft, die natürlich damit heute sehr viel Geld verdienen.

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Danach ging es zu verschiedenen kleinen Stops auf der Route. Erst eine Bienenfarm, dann eine Schmetterlingsfarm auf der es auch Leguane, ein Pfau und mein Highlight einen Walking Stick zu sehen gab. Dann eine Rosenfarm, mit allen möglichen Variationen und zu guter letzt waren wir noch auf einer Erdbeerfarm, wo es dann auch endlich mal was zu essen gab. Ich bin ja ein echter Erdbeerfan und Yvonne natürlich auch!

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Am nächsten Tag ging dann für ein paar Stunden mit einem komfortablen Minibus nach Kuala Besut, von unser Schnellboot zu den Perhentian Islands anlegte. Da es ja die Osterwoche war, hatten wir vorab schon ein Resort auf der Hauptinsel (Perhentian Besar) gebucht und alles war sehr gut organisiert. Also ab aufs Boot und los ging die 30 Minuten Fahrt.

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Perhentian Besar ist einfach toll. Weißer Strand, türkisblaues Wasser und ein wunderschönes Korallenriff 8 Meter vom Strand entfernt, wo man super Schnorcheln konnte. Dort gab es neben Baracudas auch Nemo-Fische zu sehen, die sich dort in den Flower Korallen verstecken. Hat mich alles sehr an Fiji erinnert, nur mit ein wenig mehr Tourismus. Wir haben die ersten zwei Tage erstmal alles genossen, das Wetter war einfach klasse und abends sind wir im Nachbarresort essen gegangen, da es dort eher malaiische Küche gab, was uns besser gefallen hat.

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Die nächsten beiden Tage wurden wir dann ein wenig aktiver und sind tagsüber auf Schnorcheltrips gewesen, wo wir Haie (Reaf-Sharks 2m lang und Baby Sharks) gesehen haben. Das war natürlich unser absolutes Highlight und zusätzlich gab es noch Riesen Doktorfische und Schildkröten zu sehen. Fotos haben wir keine gemacht, ausgerechnet dort ging die Gopro leider nicht. Naja wir haben ja die Erinnerung.

40 ist das neue 30 wie mein alter Freund Poffi gesagt hat, auf jeden Fall war mein Beitritt in die Liga der 40-jährigem unvergesslich mit Yvonne, auf dieser traumhaften Insel, einem super Diner mit einer sehr leckeren Geburtstgstorte. Danke für alle Glückwünsche von Euch, war ein super Tag.

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Nette Menschen haben wir natürlich auch kennengelernt und am letzten Abend sind wir mit Roza und Mathieu, einem deutsch/französischen Paar aus Hamburg/Bordeaux auf die kleinere Perhentian Insel mit dem Water Taxi gefahren und hatten dort einen tollen Abend mit einer ziemlich abenteuerlichen Fahrt zurück…. Ein schöner Abschluss unserer Zeit auf dieser tollen Insel.

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Am nächsten Tag ging es mit dem Flieger zurück nach KL (Air Asia macht es möglich) und wir sind dann zum Abschluss unserer gemeinsamen Zeit zum zweiten Mal zu unserem absoluten Lieblingsrestaurant Passage thru India gegangen. Das Restaurant ist einfach ein Traum, vom Ambiente mit indischer Band bis zum unglaublich guten Butter Chicken!

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Naja eine Kuriosität gab es dann an unserem letzten Tag dann doch noch. Wir sind noch zu einem indischen Frisör um die Ecke 😉 gegangen und schaut Euch mal den Umhang an…..ich finde die deutschen Frisöre könnten auch mal wieder ein bisschen Farbe ins Spiel bringen. Geschnitten hat er übrigens sehr gut und wollte 2,50€ dafür. Ich habe ihm 4 gegeben!

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Yvonne ist dann leider am Abend wieder nach Deutschland geflogen (kommt aber in 5 Wochen wieder) und für mich ging es weiter nach Hanoi, Vietnam. Es war einfach eine traumhafte Zeit.

So Long
Jan

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Indonesien: Hausboot Safari auf dem Mahakam River

Von Kuala Lumpur sind wir (Yvonne und ich, zu Ihrer Ankunft in Kuala Lumpur mehr im Malaysia Bericht) mit Air Asia nach Balikpapan (das liegt im indonesischen Teil von Borneo) geflogen und wurden direkt nach Ankunft von unserem Guide Lukeman (ausgesprochen LUCKMAAAN) und seinem super Fahrer abgeholt worden. Es ging mit dem Auto in 2 1/2 Stunden nach Tenggarong und somit zu unserem sensationellen Hausboot (wir wurden vorab etwa 3 mal gewarnt, dass die Tour „no luxury“ ist). Die Crew hat bereits auf uns gewartet und bestand aus dem Kapitän, dem Co-Kapitän, einer mega-Köchin (wie wir später feststellen konnten) und ihrem 10-jährigen Enkel, der ein paar Tage Ferien hatte und seiner Oma zur Hand ging. Mit gestarteten Motor ging’s direkt los, der Plan: die nächsten 15 Stunden den Mahakam River flussaufwärts, Richtung Norden.
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Wir haben zunächst schnell unsere „Kabine“ erkundet, das bedeutete in unserem Fall die gesamte erste Etage 😉 inklusive einem tollen Balkon (auch wenn man es kaum glauben kann, die „Balkonmöbel“ haben durchgehalten). Geschlafen haben wir auf einfachen, ziemlich gemütlichen Matratzen in unserer Luxusunterkunft, mit funktionierender Klimaanlage in der ersten und zweiten Nacht. Ok, sie hat immerhin 2 Nächte durchgehalten und in der dritten Nacht hatten wenigstens die Mücken etwas von uns – insbesondere von Yvonne. Naja irgendwas ist ja immer 😉
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Als wir wieder nach unten kamen, stand schon unser erster Lunch an Board an und wir waren absolut begeistert. Die Köchin hatte wirklich alles gegeben und gesund war es auch noch! Anschliessend haben wir erstmal ein kleines Mittagsschläfchen gehalten (war ja auch ne anstrengende Anreise).
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Am Nachmittag haben wir die Aussicht von unserem sensationellen Balkon genossen. Das sah wirklich alles aus wie in einer Reportage im Weltspiegel, Titelbeispiel: „Das Leben der Menschen auf dem Fluss Mahakam“…. 😉
Hier ein paar Impressionen.
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Dann war es auch schon Zeit für unser wieder sehr vielfältiges Dinner, was wieder sehr sensationell war, genauso wie der wahnsinnig tolle Sonnenuntergang, ein Traum.
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Unser erster Stopp am nächsten Morgen war das „Wooden Village“ – Muara Muntai. Ein Dorf komplett aus Holz, sowohl die Häuser als auch die Strassen und alles ist auf einer Höhe von 2-3 Meter über dem Fluss gebaut, da es immer wieder zu Überschwemmungen in der Regenzeit kommt. Nach dem Frühstück ging es los, wir haben von Lukeman eine tolle Führung durch den Ort bekommen. Die Leute haben uns immer sehr freundlich begrüßt und eine Gruppe Schulkinder hat schon aus der Ferne angefangen merkwürdige Geräusche zu machen und wir wurden gebeten mit Leuten auf Fotos zu posieren, naja das ist einfach eine Gegend wo sehr wenige Touristen hinkommen.
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Nach einer Stunde Tour durch den Ort sind wir wieder zurück zu unserem Hausboot, wo dann auch schon das Motorkanu für den Tagesausflug in den Regenwald auf uns wartete. Wir sind mit gepackter Lunchbox (damit wir auch nicht verhungern, was wirklich schwierig möglich war) gestartet und waren erstmal ca. 2,5 Std unterwegs. Dann haben wir in einem kleinen Fischerdorf „auf dem Fluss“ eine komfortable Toilettenpause gemacht 😉
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Es ging über den Jempang Lake, dann entlang dem Ohong River in den tiefen Urwald, der Fluss wurde immer schmaler, die Dörfer spärlicher und die Geräuschkulisse wurde lauter. Als erstes haben wir die Affen der Batu Caves (s. Malaysia Bericht) wieder gesehen und zwar eine ganze Familie, die sich in Rekordgeschwindigkeit versteckt hat, als unser Boot um die Ecke kam. So war es auch bei den Langnasenaffen, die wir unbedingt sehen wollten, da es die nur auf Borneo gibt. Wir haben dann doch noch einige, inkl. einer ganzen Familie gesehen, die in den Bäumen wild rumgesprungen sind, als wir sie entdeckt haben. Wirklich ein traumhaftes Erlebnis. 20140508-155355.jpg20140508-155406.jpg20140508-155438.jpg20140508-155447.jpg20140508-155458.jpg20140508-155508.jpg20140508-155518.jpg
Highlight der Vögel waren die zahlreichen King Fisher, die uns auch ihre Künste im Fischfangen präsentiert haben. Sie sitzen auf einem Ast und stürzen sich ins Wasser um die Fische zu packen, was auch wirklich eindrucksvoll klappte. Dieser hier war besonders begabt…
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Danach sind wir an unserem Tagesziel (neben der Entdeckung der Langnasenaffen) dem Dorf Banuag Dayak angekommen, in dem bis vor 40 Jahren noch regelmäßig Menschen geopfert wurden. Naja ob die das wirklich nicht mehr machen 😉 Wir haben uns dort zuerst das Longhouse angeschaut, wo früher alle Dorfbewohner zusammen gelebt haben.
Nach der Besichtigung haben uns die Dorfbewohner und der Chef (=Sprecher) der Dayak mit einer traditionellen Willkommens Zeremonie empfangen, ich musste als Opferbringung ein Seil mit einem sehr scharfen Dolch (wurde früher zum Köpfen benutzt) zertrennen und dann began die Vorführung der traditionellen Tänze des Dorfes. Als der Medizinmann loslegte, wurden wir zum Tanz aufgefordert, was doch für viel Gelächter bei uns und den Dorfbewohnern gesorgt hat, wir waren da voll dabei…
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Auch Giftpfeile durch ein Blasrohr schießen gehörte zu Dorfritualen dazu. Wer weiss, wann man das mal gebrauchen kann – auf jeden Fall haben wir uns beide ganz gut angestellt 😉 ich musste dann noch alle Kinder des Dorfes und Yvonne mit Kreide im Gesicht bemalen… War ein tolles Erlebnis so fern ab von allem! Nach dem ganzen Spass, bei gefühlten 40 Grad in der Sonne, kamen wir völlig nass geschwitzt wieder auf das Motorkanu, auf dem wir uns glücklicherweise schön durch den Fahrtwind abkühlen konnten.
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Auch auf dem Rückweg gab es wieder viel zu entdecken, es war einfach von Anfang bis Ende ein gelungener Tag. Kaum wieder auf dem Hausboot gab es auch schon Abendessen und wieder einen tollen Sonnenuntergang. Was für ein Tag mit einmaligen Erlebnissen.
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Am nächsten Morgen haben wir uns zuerst den alltäglichen Markt mit hauptsächlich Nahrungsmitteln angeschaut, sozusagen der Supermarkt von Kalimantan und stiessen schon auf das nächste Highlight unserer Reise… ein per Fahrrad betriebenes „Karussell“ um die Kinder zu beschäftigen. Ich glaube sowas gab es in Deutschland wahrscheinlich nie und ich kann mich nur an 10 Pfennig Elefanten im Supermarkt erinnern, da wollte ich immer mit fahren 😉 Auf jeden Fall sehr niedlich. Hier im kurzen Video:

Dann wurden wir mit dem Auto vom Hausboot abgeholt und unsere Reise ging für den Tag über Land weiter nach Malak, wo ein bewohntes Longhouse auf dem Programm stand. Aber das wirkliche Highlight war ein Bewohner des Longhouses: Mr. Johannes. Er hatte Yvonne wirklich viel zu erzählen, die auch äußerst interessiert 😉zugehört hat, man konnte schon glauben sie würde es tatsächlich verstehen, was er so alles in einem Mix aus verschiedenen Sprachen erzählte. Unter anderem wurde sie darüber informiert, dass er in einer deutschen Firma gearbeitet hat, mit drei Frauen verheiratet war und gerade wieder frisch verheiratet ist. Wir durften uns dann auch seine „Wohnung“ im Longhouse anschauen, wo auch eine seiner Frauen gerade mit dem Lunch beschäftigt war! Für uns wäre diese Form des Wohnens natürlich ziemlich gewöhnungsbedürftig, oder besser gesagt absolut nicht vorstellbar 😉. Mr. Johannes war wirklich ein Erlebnis…..
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Es ging weiter nach Kersik Luwei, einem kleinen Nationalpark in der Nähe von Malak. Dort haben wir einen kurzen Treck durch die Landschaft unternommen, um nach schwarzen Orchideen und anderen tollen Pflanzen Ausschau zu halten, was auch sehr schön war. Spannender allerdings war die riesige Ameisenkolonie auf einem Baum – unglaublich! … und die Erfrischung gab es dann aus der sogenannten geschlossenen Kondompflanze, wenn auch nur eine kurze, da nur wenig Wasser darin war, dafür sollte es lt. Lukman sehr gesund sein. Ich habe natürlich auch eine getrunken. Der Enkel der Köchin durfte den Tag mit uns verbringen und war die ganze Zeit dabei.
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Dann wieder ab auf´s Hausboot, ein super Dinner und den Mahakam River über Nacht hinab, wieder zurück nach Tenggarong. Dort gab es zum Abschluss noch ein Besuch im Museum, die obligatorischen Reishut-Fotos (analog zu den Sombrero-Fotos in Mexico) haben wir auch gemacht und dann ein letztes Mittagessen auf dem Boot (leider!) und dann die große Verabschiedung der sensationellen Crew. Wir wären gerne länger geblieben und das nächste Mal werden wir mit Lukman eine Urwaldtour machen!
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Auf uns wartete jetzt noch ein weiteres Highlight der Borneo Tour, die Borneo Orang Utan and Sun Bear Survival Foundation mit der dazugehörigen Samboja Lodge. Wir wurden dort von Lukman und dem Fahrer gegen Mittag hingebracht. Schnell in das Zimmer eingecheckt (nach 3 Tagen Boot schwankte auch das Zimmer auf festem Boden) und einer ganz kurzen Verschnaufpause, dann ging es schon zu den Sun Bears (Bären mit einer Halbsonne auf der Brust). Es war Fütterungszeit und wir haben geholfen das Gehege mit Ananas, Melone und Trockenfutter zu präparieren, danach durften sich die Bären darüber hermachen und das sah so aus:
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Dann ging´s auch schon weiter zu den Orang Utans (das Highlight für Yvonne). Die Orang Urans werden hier aufgezogen und dann nach ein paar Jahren Vorbereitung auf die freie Wildbahn wieder im Urwald ausgesetzt, um die Anzahl der Tiere in Borneo wieder zu vergrößern. Wir wollten eigentlich gern ein Baby auf den Arm nehmen, aber das war verständlicherweise nicht möglich, um die Tiere nicht an die Menschen zu gewöhnen. Den Orang-Utan’s so nah zu sein war sehr toll.
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Wir haben ja mitten im Urwald geschlafen und jede Menge Geckos im Zimmer, einer davon war schon sehr groß (in Yvonnes Wahrnehmung ein Krokodil 😉). Am nächsten Morgen hat uns Lukman wieder abgeholt, dann ging es schon wieder zum Flughafen nach Balikpapan und zurück nach Kuala Lumpur und hier geht es im Bericht Malaysia dann weiter.

Es war unvergesslich in Kalimantan, Borneo!

Diesen Bericht haben Yvonne und ich zusammen geschrieben, also heißt es dieses mal:
So Long
Yvonne und Jan

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